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Jahresbericht

Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.                                                                                                                                                                                  George Orwell

Jahresbericht 2011

Der Vorstand elpos AG/SO traf sich in fünf ordentlichen Vorstandssitzungen, besprach die laufenden Geschäfte und plante gemeinsam die nächsten Anlässe.

Veranstaltungen

Im Februar brachte Frau Dr. Davatz 12 Teilnehmenden mit dem Thema „ Kinder mit POS/ADHS sind eine erzieherische Herausforderung“ näher.

An der GV Ende März traten drei Mitglieder (Bernadette Bürgin, Barbara Stössel und Sibylle Fischer) aus dem Vorstand zurück. Es konnten drei neue Mitglieder (Ursula Bots, Lilo Siegrist und Franziska Strecker) gefunden und auch gewählt werden. Leider konnte kurzfristig das Präsidentenamt nicht besetzt werden. So stellte sich der bisherige Kassier zusätzlich auch noch als Präsident zur Verfügung. Roman Täschler wurde als neuer Präsident für Elpos AG/SO gewählt. Ebenfalls konnte die neue Beraterin, Frau Jacqueline Erzer Murga vorgestellt werden.  
Nach der GV sprach Frau Dr. Davatz zu 23 Teilnehmenden und referierte über das Thema „Jugendliche mit POS/ADHS – Unterstützung im Uebergang von der Schule ins Berufsleben“.

Frau Ester Höfler-Weber referierte im April in Seengen das Thema „ADHS und Schule – Eigenheiten, Probleme und Unterstützungsmöglichkeiten“. Es konnten etliche Lehrer, aber auch andere Teilnehmer und Teilnehmerinnen begrüsst werden. Total durften hier 19 Interessierte begrüsst werden

Im Mai in Zofingen erhielten die 32 Zuhörenden von Frau Astrid Wälchli wegweisende Tipps und Hinweise über das Leben als Erwachsener mit ADHS. Sie referierte gekonnte über die Symtome, Auswirkungen und Alltagsstrategien.

Leider war der vorbereitete Vortrag von Frau Bünger mit dem Thema „Psychomotorik als Unterstützung im Alltag mit ADHS“ auf kein Interesse gestossen. Frau Bünger darf aber als eine ausgezeichnete Fachfrau in diesem Gebiet angesehen werden und sie kennt sich sehr gut aus.

Leider war auch der Familienanlass in der Waldhütte in Schönenwerd auf wenig Interesse gestossen. Trotzdem wurde dieser sonnige Sonntag mit einigen Familien genossen und es konnte ungestört über den Umgang mit ADHS gesprochen werden.

Im September konnten 8 Teilnehmer und Teilnehmerinnen zum  Referat von Frau Fölenyi in Lenzburg begrüsst werden. Sie zeigte auf, welche Lernprobleme bei Kindern mit ADHS besonders schwierig sind und wie damit im Alltag umgegangen werden kann.

Der zweiteilige Kurs von Frau Corinne Huber in Oensingen vom 24. Und 31. Oktober 2011  wurde dann wieder besser und zwar von 18 Teilnehmer und Teilnehmerinnen besucht. Frau Huber gelang es gut über die Pubertät und ADHS zu referieren und zeigte  auf, dass dies eine grosse Herausforderung von allen Beteiligten verlangt.

 

 

Aus den einzelnen Ressorts:

Roman Täschler:  Präsidium und Kassier
Nach der Übernahme des Präsidiums war viel Arbeit nötig, um sich in alle Bereiche einzuarbeiten. Zeitintensiv war auch das Schaffen neuer Strukturen sowie kleine Veränderungen im Sekretariat, um Abläufe effizienter zu gestalten. Es war wichtig, dass er die neue Beraterin gut einarbeiten konnte. Es wurden vermehrt nach Kontakten gesucht, um mit anderen Institutionen zusammenzuarbeiten. Es fällt auf, dass die Mitgliederzahlen abnehmen. Der Finanzdruck ist so noch stärker spürbar und dennoch gilt es die Balance zu halten zwischen Professionalität und ehrenamtlicher Arbeit.  Per 31.12.2011  sah der Stand der Mitglieder so aus:
282 Mitglieder, 78 Abonnenten, 11 Gönner, 5 Vorstandsmitglieder.

Evi Hartmann: elpos Schweiz und Gesprächsgruppenleiterin in Zofingen
Der Schwerpunkt lag in der Organisation der Jahrestagung in Nottwil, anfangs September.
Damit alle Regionalvereine mit dem Dachverband Schweiz zusammen harmonieren können, wurden auch alle Präsidenten zu einem Treffen eingeladen. Es galt vor allem darüber zu diskutieren, wo noch mögliche finanziellen Ressourcen für Elpos angefragt werden können.

Lilo Siegrist: Schule und Gesprächsgruppenleiter in Seengen
Es war schwierig im Wandel der Schule im Jahr 2011 etwas zu erreichen. Noch so vieles war unklar. Es wurden einige Ideen aufgegriffen und verfolgt. Auch die Zusammenarbeit mit dem schulpsychologischen Dienst wurde hinterfragt und angegangen. Die regelmässigen Gesprächsgruppen waren für manche Betroffene ein gutes Setting, um sich ungezwungen auszutauschen und sich gegenseitig auch Mut zu machen.

Ursula Bots: Schule
Sie war unsere Frau an der Front in der Schule. Durch ihre tägliche Arbeit in der Schule konnte sie gute Rückmeldungen geben, wie sich das Schulsystem im Kanton Aargau ändert.

Jacqueline Erzer Murga: Beratung/Sekretariat
Die Beratungen bei Eltern und Fachpersonen blieben in etwa gleich. Im Mittelpunkt stand, die Ratsuchenden zu ermutigen und ihnen praktische Hilfestellungen für den Alltag zu vermitteln.
Die Sekretariatsarbeiten nahmen dank einer guten Organisationsstruktur weniger Zeit in Anspruch. Die Planung für das Vortrags- und Kursprogramm für das Jahr 2012 war eine spannende, aber auch herausfordernde Aufgabe. So gilt es jedes Jahr herauszufinden, welche Themen viele Personen mit ADHS interessieren, welche passenden Referenten gibt es dazu und an welchen Ort kommen die meisten Betroffenen.

Ziele/Ausblick
Es wird uns weiterhin beschäftigen, wie wir betroffene Personen an unsere Vorträge und Kurse begeistern können. Ausser bei zugkräften und bekannten Referenten wird es wohl ein schwieriges Thema bleiben. Sicher hängt es auch damit zusammen, dass uns oft die finanziellen Mittel für wirksame und breit gestreute Werbung fehlen. Da werden wir weiterhin nach guten Möglichkeiten suchen müssen.
Wir suchen weiter sehr dringend motivierte und engagierte Vorstandsmitglieder. Je mehr Personen wird im Vorstand sind, umso besser können wir die viele Arbeit aufteilen. Ein weiteres wichtiges Thema wird sein, dass wir in naher Zukunft intensiver auf Geldsuche gehen müssen. Es ist ungewiss, wie lange wir den Subventionsbetrag vom BSV noch erhalten. Wir sind dringend auf Spenden angewiesen und sind froh mögliche Geldquellen im Kanton Aargau und Solothurn kennenzulernen.

Ich wünsche nun dem Verein, dem Vorstand und Ihnen allen viel Erfolg und viele wertvolle Augenblicke.

Kaiserstuhl, im März 2012
Roman Täschler